Der FLOW oder Verteilung des Volumens beim Surfboarddesign

Der Flow oder Verteilung des Volumens , auch „foil“ genannt, bezeichnet die Verteilung des Schaumkerns zwischen Nose und Tail, wenn man seitlich auf das Board schaut.

Für den Flow, oder Verteilung des Volumens, muss man das Surfboard gedanklich in drei Teile teilen: den vorderen Teil mit der Nose, den mittleren Teil, auf dem du beim Paddeln liegst und den hinteren Teil, oder den „Tail-Teil“. Der Übergang dazwischen sollte so gut wie nicht wahrnehmbar sein, also sehr glatt und „smooth“.

Wie der Schaumkern auf die drei Teile verteilt wird, wird die Performance deines Boards und die Weise wie es reagiert, beeinflussen. Z.B. je mehr Schaum im Tail, desto leichter / drehfreudiger ist es. Die Dicke der Rails sollte von einem Ende zum Anderen gleichmäßig und übergangslos sein. Speziell erfahrene Shaper können mit einer unglaublichen Genauigkeit einem Blank „anfühlen“ und ansehen wie gut es „geshaped“ ist. Asymmetrien, Dellen oder „Hügel“ sind immer ein Zeichen eines umprofessionellen oder unerfahrenen Shapers.

Das Board sollte immer auf dein Körpergewicht abgestimmt sein. Denke daran, dass ein voll gesaugter Neo ungefähr auch nochmals 4-5 kg wiegt. Die Dicke deines Boards ist eine immens wichtige Unterstützung fürs rauspaddeln. Mit verantwortlich dafür, wieviele Wellen du bekommst und beim passieren von flachen und langsamen Sections oder Spots. Je schneller die Welle dich bewegt, desto weniger dicker muss dein Board sein.

FLOW oder Verteilung des Volumens

Zu der Verteilung auf die drei Surfboard „Teile“

Dicke der Nose – Manche Surfer denken, dass eine dünnere Nose schneller auf die Einleitung eines Wendemanövers reagiert. Mit einer dünneren Nose ist da logischerweise auch weniger Gewicht, dass der Surfer beim Turn bewegen muss.

Wenn die Rails kurz vor dem „Wide Point“ zu dünn sind, tauchen sie in das Face der Welle ein, wenn sich der Surfer nach vorne bewegt. Das verursacht, dass sich das Board um den Wide Point dreht. Wenn dies Eintritt, löst sich das Tail Area vom Wellen Face und das Board driftet und die Kontrolle über das Board verschlechtert sich.

Die Dicke der mittleren Section oder „Middle Thickness“. Die Dicke des Mittelteils sollte dem Gewicht des Surfers, bzw. seinen Vorlieben angepasst sein.

Die meisten Boards sind hier zwischen 2 1/4″ und 3 1/4″ dick. Wenn dein Gewicht, oder auch deine Bedürfnisse mehr Auftrieb benötigen, sollte das Template etwas in die Breite gehen.

Ein zu dünnes Board wird sich sehr schlecht paddeln lassen und du wirst schlecht in die Welle kommen bzw. weniger Wellen abbekommen. Wenn du ein zu dünnes Board langsam paddelst, oder auch in der Welle reitest, wird es sich immer träge, als ob du es durch das Wasser ziehst, anfühlen.

Mit einem dicken Board paddelst und erreichst du die Wellen ganz easy. Ein zu dickes Brett tendiert allerdings in der Welle dazu, dass es sich schwer auf die Kante stellen lässt und auch schwer kontrollieren lässt. Dicke Bretter sind natürlich auch stabilerer und brechen weniger schnell.

Die Dicke des Tails– Ein Dickes Tail macht dein Board paddelfreundlicher und lässt dich die Wellen leichter erreichen. Dickere Tails sind drehfreudiger und nehmen in kleinem, langsamen Surf besser Geschwindigkeit auf, da sie nicht sinken und keinen „drag“ entwickeln.

Dünnere Tails bieten mehr positive Kontrolle. Sie bieten besseren Halt in schnellem und in „hollow surf „.

Bei Single Fins gibt’s es allerdings eine Einschränkung: Die Finbox! Die Box ist etwa einen Zoll dick und sollte nicht mehr als 6 Zoll vom hinteren Ende des Boards entfernt sein. Wenn dein Gewicht, oder deine Bedürfnisse ein dünneres Tail erfordern, solltest du deine Finne einlaminieren.

Die Deck Contour – Mit Deck Contour ist die Shape 90 Grad vom Stinger gemeint. Einige Shaper ziehen ein flaches Deck, andere wieder ein „Domed“, auch als „crowned“ oder „rounded“ Deck bezeichnet, vor. Die meisten zeitgemäßen Boards haben ein einigermaßen flaches Deck. Das liegt unter anderem an der Dicke des gesamten Boards, in Verbindung mit den „boxy rails“. Das verteilt die dicke relativ gleichmäßig von einem Rail zum anderen und resultiert wiederum in einer flachen Deck Contour. Es kann aber auch sein, dass manche Shaper ein dünnes zulaufendes Rail ( tapperd rail), dass schneller einsinkt und sich besser auf die Kante legen lässt, zum Beispiel für kleinere und leichtere Surfer verwenden. Damit erhält dann das Board bessere Kontrolleigenschaften. Dann kann es allerdings auch sein, dass es notwendig wird mehr Schaum um den Stinger herum (midline) zu belassen, um den Auftrieb zu verbessern. Das wird typischerweise bei „Gun Boards“ benutzt, da ein dickerer Stinger das Board, auch weniger anfällig fürs Durchbrechen macht. Bei einem Rail das im Vergleich zum Stinger dünner ist, wird die „Deck contour“ automatisch einen leichten Bogen nach oben beschreiben (domed Deck), da die Dicke gleichmäßig vom Stinger hin, zum Rail abnehmen wird. Die Deck Countour beinflusst wie sich ein Board, beim in die Hand nehmen, paddeln, oder surfen anfühlt. Denke daran an welche Deck Countour du dich gewöhnt hast, wenn du eine neue Board Shape in die Hand nimmst und sie begutachtest.

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